Errichtung eines Fachwerks im Zeitraffer

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Zurück in die Zeit der Römer

 

Film des LWL über den Bau des Römerparks „Alisio“ in Haltern am See

 

Hier klicken um den Film anschauen

 

Quelle: LWL-Presseabteilung

 
 
 

Zurück in die Zeit der Römer

 

Zeitungsartikel der Münsterlandzeitung vom 5. September 2016

Tischlerei und Zimmerei Haveloh baute das Westtor der Stadt Haltern am See nach

 

Alstätte Römer mit Schutzschilden und Rüstungen gewappnet laufen die hölzernen Treppenstufen einer Festung hinunter. Sie wollen in die Stadt Haltern am See. Das massive und gewaltige Westtor bildet den Eingang der Stadt. So war es vor 2000 Jahren. Heute steht ein nachgebildetes Modell an exakt der gleichen Stelle. Gebaut hat es das Holzbauunternehmen Haveloh aus Alstätte.

 

Es ist wohl das Vorzeigeprojekt der Firma Haveloh. Auf den Nachbau des Westtores der Stadt Haltern am See sind die Handwerker stolz. Und das können sie auch sein – viel Arbeit steckt hinter der Nachkonstruktion für das Römermuseum. „Wir haben nicht mit Architekten, sondern mit Archäologen zusammengearbeitet“, erzählt Zimmerermeister Christian Rensing „Das war wirklich spannend.“ Auf der Baustelle haben sich alte und neue Arbeitsweisen gekreuzt, es war eine Mischung aus den ,,neuesten statischen Bemessungen und traditioneller Handwerkskunst“, sagt der 27-Jährige Zimmerermeister, der von der Familie Haveloh zum Pressesprecher erkoren wurde.

 

Um ein an dem antiken Vorbild nahekommendes Tor zu bauen, arbeiteten die Handwerker mit traditionellen Handwerkstechniken. Genau gesagt: „Früher waren die großen Baumstämme eckig. Heute sind sie rund. Also haben wir die Oberflächen der Pfosten von Hand bebeilt. Wir haben sie also so bearbeitet, dass sie am Ende eckig, leicht wellig waren“, erklärt Christian Rensing. Ein scheinbar kleines Detail hat dem Westtor so also die passende Optik gegeben. Im Zimmereibetrieb Haveloh seien für diese Aufgabe über sechs Wochen teilweise bis zu 6 Handwerker beschäftigt gewesen. „Das war wirklich mühselige Arbeit. Die Jungs waren froh, als das geschafft war“, sagt Christian Rensing und lacht.

 

256 Kubikmeter Eichenholz bilden nun das Tor des Römermuseums von Haltern. 156  Meter ist es lang. 4500 Holznägel und 14 000 geschmiedete Elsennägel halten das ganze Bauwerk zusammen. Und auch in dieser Hinsicht hat man sich auf die Tradition berufen. „Wir haben extra keine Schrauben benutzt,  sondern durchweg traditionelle Verbindungen“, erklärt  der 27-Jährfge. Das Eichenholz stamme durchweg aus der Heimat der Firma, aus dem Münsterland.

 

Sechs Monate Bauzeit
Doch die  Realisierung des Bauwerks war nicht Immer einfach. Der Statiker habe teilweise Bedenken gehabt. „Der Ausgrabungsplan der Archäologen war schief und verwinkelt. Es war durchaus schwierig festzustellen, wo das Tor vor 2000 Jahren genau stand, um es an der gleichen Stelle zu platzieren, sag­ te der  Zimmerermeister. Doch bei der großen Eröffnungsfeier wurden die Besucher nicht enttäuscht. Das Bauwerk ist nach nur sechs Monaten  Bauzeit  geglückt. „ln dieser  Dimension wird wohl kein.er mehr von uns solch eine Baustelle machen“, sagt Christian Rensing. Einen vergleichbaren Auftrag hatte das Familienunternehmen vorher noch nicht gehabt. Mittlerweile befindet es sich in der vierten Generation. Die Übergabe von Inhaber Heinrich Haveloh an seinen Sohn Tobias Haveloh laufe gerade. 1904 wurde  die  Zimmerei und Schreinerei Haveloh durch  Gerhard Haveloh gegründet. „Passender  könnte das  Gründungsjahr nicht sein“, sagt Christian Rensing und schmunzelt. „Heinrich und Tobias Haveloh sind bekennende Schalke-Fans.“

 

Insgesamt 55 Festangestellte arbeiten im Betrieb entweder  als  Zimmerer oder  als Tischler. Die Produkteigenschaften des Unternehmens bringt Christian Rensing einfach auf den Punkt: .Massiv und rustikal“. Die Produktion des Unternehmens ist aufgeteilt in die Zimmerei und die Tischlerei. „Tische, Türen und massive Treppen fertigen die Tischler. Um Holzrahmenbau, Fachwerkbau, Sanierungen und Dachstühle kümmern sich die Zimmerer.“

 

Immer mehr Arbeit
Mit den Jahren sei die Arbeit im Gesamten Immer mehr geworden. Das hänge mit den Arbeitsvorbereitungen zusammen. die immer wichtiger werden. „Von einem Meister sind wir auf sechs gestiegen“, erklärt der 27-lährige die Strukturen von Haveloh. Zu den Vorbereitungen gehören das Erstellen von Angeboten und Plänen sowie die Werkplannung. Die Pläne von Architekten, für die das Unternehmen meist arbeitet, müssen noch einmal neu ausgearbeitet werden. Aufträge haben die Handwerker in ganz Deutschland, viel werde auch in den Niederlanden gearbeitet. „Denn hier in Alstätte könnten wir unsere Leute nicht an der Arbeit halten“, sagt der Zimmerermeister und lacht. Insgesamt klagt das Handwerk zurzeit über Fachkräftemangel. Bei Haveloh sieht das zum Glück anders aus, Nachwuchssorgen geben es dort nicht.  Der Beruf des Zimmerers ist immer noch hoch angesehen. Er hat viel mit Tradition zu tun, wir arbeiten in der typischen Zunft oder halten Richtfeste. „Die Arbeit mit Holz ist sauber, das ist beliebt“, erklärt Rensing. In der großen Produktionshalle des Betriebes werden die einzelnen Holzbretter fertig zugeschnitten. Früher sei das Dach noch vor Ort zugeschnitten  worden,  „heute läuft alles durch die Maschine und dann ist der Dachstuhl eines Einfamilienhauses innerhalb eines Tages fertig“.

 

Momentan arbeiten die Handwerker bei Haveloh überwiegend mit Eichenholz.Vor 15 Jahren war Buche modern, „doch die will heute keiner mehr haben.“‚ Auch die alten Römer nicht…

Text: Jana.Thiemann@mdhl.de

weitere Links: Eröffnung des Westtores – Münsterlandzeitung
 
 
 

Kirchturmsanierung der Christuskirche in Ahaus

„Die Holzbalken waren morsch und der Dachreiter baufällig“, erläutert PfarrerBartkowski. Daher musste der Kirchturm der Christuskichre in Ahaus saniert werden. Um auf dem neuen Kirchturm mehr Stabilität zu verleihen, wurden etwas breitere Balken eingesetzt.
Daher war beim Einbau viel Handarbeit gefragt. Die neuen Balken sind ca. 400 Kilogramm schwer. Neben der Holzkonstruktion wurde auch die Kupferverkleidung erneuert. Von dem neuen zehn Meter hohen Dachreiter sind zwei Drittel von außen sichtbar.

 

Der ursprüngliche Kirchturm wurde 1879 zusammen mit der Kirche gebaut und stand damals noch mittig vor dem einhalligen Kirchenschiff. Nachdem die Kirche dann im zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde und Baumaterial zu dieser Zeit sehr knapp war, wurde der Kirchturm nicht mehr so hoch gebaut wie einst zur Kirchenerbauung.

 

Mit der jetzigen Sanierung kann nun auch die Glocke zurück in den Kirchturm. Diese wurde vor rund einem Jahr aufgrund der Baufälligkeit entfernt.

 

Ständerfachwerkhaus als Wohnhaus nach originalgetreuer Bauweise.

In Schermbeck nahe dem Ruhrgebiet haben wir ein neues Ständerfachwerkhaus errichtet. Nachfolgend können Sie Sich hierzu einige Impressionen während der Bauphase anschauen:

 

Haveloh GmbH auf einen Blick.

Auf einen Blick sehen wer wir sind und was wir machen -> das können Sie mit unserem neuen Informationsblatt.
Zimmerei Haveloh

 

Bauarbeiten am Römermuseum in Haltern haben begonnen

Aufbau des Westtores und einer Wehrmauer

Errichtet wird im Römerpark Alisio in Haltern eine Replikation des römischen Westtores. Genau an der gleichen Stelle stand früher das Original Westtor als Eingangspforte zum Halterner Römerlager. Des Weiteren wird eine Holz-Erde Mauer errichtet, welche früher dem Schutz des Lagers vor Angreifern diente. Auf einer Fläche von 4,8 Hektar werden diese Bauwerke genau dort errichtet, wo die Archäologen Standspuren der Pfosten im Boden nachgewiesen haben. Das gesamte Bauwerk wird ca. 96 Meter lang und 8,5 Meter hoch. Die Planung, Zeichnung und Arbeitsvorbereitung fand in unserem Betrieb in Alstätte statt.

 

Zimmern wie vor 2000 Jahren
Verbaut werden ca. 200 m³ Eichenholz aus dem Münsterland. Dieses stammt aus nachhaltigem Anbau.
Damit ein originalgetreues Aussehen rekonstruiert werden kann, werden die sägegestreiften Stämme – speziell ausgesucht mit Baumkantenteilen- von sechs unserer Mitarbeitern in mühevoller Handarbeit mittels Äxten bebeilt. So wurde dies bereits vor 2000 von römischen Soldaten zu Augustus‘ Zeiten bewerkstelligt, um die runden Baumstämme eckig zu schlagen.

 

Mit moderner Technik werden diese nun in den kommenden Wochen aufgestellt und befestigt.
Die Arbeiten an diesen Bauwerken sollen in ca. 3 Monaten abgeschlossen sein.

 

Fotos der Zeichnung und vom Aufbau:

Zeichnung Westtores und einer Wehrmauer

Zeichnung Westtores und einer Wehrmauer

 

Lesen Sie mehr auf:
Westtor und Wehrmauer: Bauarbeiten am Römermuseum haben begonnen – Halterner Zeitung –
Zeitungsartikel Halterner Zeitung

in der Pressemitteilung des Landschaftsverbandes:
Mit originalen Bautechniken und mit moderner Logistik

und auf der Internetseite des LWL-Römermuseums:
LWL Römermuseum Haltern

 

Video der Halterner Zeitung:

 

Industrietage 2015 – Wir waren dabei!


Vom 17.-19. April 2015 fanden die Industrietage statt. Die Firma Haveloh GmbH war natürlich auch dabei. Weitere Informationen finden Sie hier:
industrietage_2015
Plakat Industrietage Ahaus 2015

 

Projekt: Haus des Waldes – Hamburg Wilhelmsburg

 

In Hamburg entstand auf dem Gelände der Internationalen Gartenschau 2013 ein Multifunktionsgebäude, das eine Erlebnis-Ausstellung über den Wald beinhaltet. Unter Federführung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ist auf 2 Etagen und rund 650 m² nahezu alles über den Wald zu erfahren. Viel Wissen wird interaktiv vermittelt und soll speziell Kindern aus Großstädten den Wald erklären.

 

Es war von vornherein klar, dass das Gebäude größtenteils aus Holz bestehen sollte, um den Bezug zum Thema Wald darzustellen.

 

Aus Brandschutzgründen wurden die unteren beiden Geschoße aus Stahlbeton gebaut und die oberen drei Geschoße komplett aus Holz. Die Fassade ist aus Lärchenholz und hält noch eine Ãœberraschung bereit. Sie ist „bewohnt“. Es wurden Pflanzennester eingebettet, die von Vögeln und Insekten besiedelt werden können. Auch das begrünte Dach bietet Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Das Wälderhaus:
Film über die Enstehung des Wälderhauses:

Mit freundlicher Genehmigung von Andreas Heller Architects & Designers

Es wurde mit 9000 Büschen und 500 Bäumen bepflanzt. Das Wälderhaus setzt auch Maßstäbe im Energiemanagement. Es unterbietet den von der EnEV 2012 vorgeschriebenen Energieverbrauch um fast ein Drittel. Das ebenfalls in den oberen drei Etagen untergebrachte Hotel samt Restaurant wird sogar im Passivhausstandard betrieben.

 

Um ein so komplexes Bauwerk umsetzen zu können, waren Spezialisten gefragt. Die Zimmerei und Tischlerei Haveloh aus Ahaus-Alstätte wurde für den Holzbau beauftragt und hat ein Ergebnis geschaffen, dass es so kein zweites Mal gibt.

 

Um den Holzbau termingerecht und effizient durchführen zu können, wurden die Gebäudeteile mit SEMA-Software gezeichnet und vorgeplant.
Das hat sich als gut erwiesen, schließlich handelt es sich beim Wälderhaus um ein Vorzeigeprojekt, das schon während der Bauphase allerhand Journalisten und Neugierige angezogen hat.

 

So konnte einmal mehr live demonstriert werden, welche Leistungen im Holzbau möglich sind. Manch einer traute seinen Augen kaum, wie schnell und wie präzise ein Holzgebäude aufgebaut werden kann.

 

Das Einmessen der Wände bzw. der Eckpunkte auf die darunterliegende Decke wurde mit einem Laser-Aufmaß bewerkstelligt und die Daten wurden direkt in SEMA importiert, was eine erhebliche Zeiteinsparung und Erleichterung bedeutete. Für die herkömmliche Vermessung einer Etage wurde in der Kalkulation mit 2-3 Tagen gerechnet. Mit Laserunterstützung wurde für eine Etage nur ein Tag benötigt.

 

Das Gebäude ist 64 m lang und trotz dieser stattlichen Länge betrug die Abweichung der Wand zum Messpunkt nur ganze 4 mm. Obwohl die Firma Haveloh seit über 100 Jahren Spezialist für große und anspruchsvolle Holzbauten ist, war dieser Bau dennoch eine ganz eigene Herausforderung. Die Unmengen Holz für die oberen drei Etagen mussten sowohl transportiert als auch verarbeitet werden und das bei einem sehr straffen Zeitplan. Aber die Mühen haben sich gelohnt und das Ergebnis ist atemberaubend.

 

Nähere Informationen hierzu finden Sie unter: http://www.waelderhaus.de