Fachwerksanierung

Ziel der Fachwerksanierung ist die Wiederherstellung eines kraftschlüssigen Holzgefüges, damit die einzelnen Bauteile die statischen Lasten wieder einwandfrei aufnehmen können. Für die Auswechselung, Reparatur oder Verlängerung von Bauteilen an bestehendem Fachwerk gibt es eine Vielzahl von handwerklichen, zimmermannsmäßigen Hilfs- und Reparaturverbindungen. Jede Lösung soll die Originalsubstanz schonen und statisch wirksam sein. Als Qualitätsmerkmale einer guten Zimmermannsarbeit sind die drei Punkte besonders wichtig: Die richte Auswahl der Reparaturverbindung, die fachgerechte Anwendung und eine sehr penible Ausführung. Alle Arbeiten wie Holzanschlüsse, Reparaturverbindungen und vor allem Schnittstöße müssen immer so ausführt sein, dass das Eindringen von Wasser in die Konstruktion vermieden wird (konstruktiver Holzschutz). Die neu verzimmerten Hölzer sollten immer alle in einer Flucht liegen, dies gilt besonders für neue Schwellen. Stehen Hölzer etwas vor, kann sich hier Wasser sammeln und in die Konstruktion einziehen. Die Arbeiten der Holzrestaurierung lassen sich unterteilen in den kompletten Austausch eines Bauteil, das Anschuhen (verlängern), das Ausspanen und Aufbohlen. Der komplette Austausch eines Bauteils ist die aufwendigste Form, da hierfür meist alle anliegenden Gefache ausgebaut werden müssen. Beim Anschuhen wird das geschädigte Holz bis auf das gesunde Holz vom Zimmermann gesundgeschnitten und mit dem neuen Holzabschnitt durch eine entsprechende Verbindung zusammengefügt.

 

Längsrisse in der Holzoberfläche ab der Größe von 5 bis 10mm, größere Fehlstellen von ausgewitterten Astlöchern oder offenen Brüstungen werden ausgespannt, das heißt die Schadstelle wird bis in das gesunde hinein scharfkantig, faserparallel und tief keilförmig ausgearbeitet und danach ein keilförmiges Passstück eingetrieben.

 

Großflächigere oberflächige Schädigungen des Holzes, die aber noch nicht den tragenden Querschnitt betreffen, können durch Aufbohlen restauriert werden. Das Konstruktionsholz wird dafür bis in den gesunden Bereich hinein akkurat zu einer ebenen Fläche abgearbeitet und das passgenau zugeschnittene Bohlenstück eingesetzt, die Bohlenstücke sollten mindestens eine Stärke von 4 cm haben. Verbunden werden die Hölzer mit schräg eingeschlagenen Holznägeln. Generell sollte auf Holzleim verzichtet werden, da er absperrend wirken kann und somit den natürlichen Feuchteaustausch im Holz behindert.

 

Mit der Sanierung sollte man tunlichst nur einen versierten Zimmereibetrieb beauftragen.  Auf diese Sanierung von Fachwerkkonstruktionen sind wir spezialisiert. Wir sind in der traditionellen Handwerkskunst erfahren und versiert und können etliche Referenzobjekte, die wir für Privatkunden, dem Denkmalamt und für Kirchen gefertigt und restauriert haben, vorweisen.

 

Generell gilt bei Fachwerkhäusern: Herumdoktern an den Schadenssymptomen verschlimmert meist die Schäden, nur das fachgerechte Beseitigen der Schadensursache wird langfristig ein Fortschreiten des Verfalls verhindern.

 

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Sanierung Schloß Türnich

 

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